Testbericht – AAS Strum GS-2

AAS-LogoDie Firma AAS (Applied Acoustic Systems) aus Kanada hat mit Strum GS-2 eine neue Version ihrer Gitarren Software vorgestellt. Dass die Version wirklich neu ist, erkennt man nicht nur daran, das alle in der Software verfügbaren Gitarren neu aufgenommen wurden. Der interessierte Musiker findet hier sowohl Gitarren mit Nylon Saiten, als auch welche, die mit Stahlsaiten bezogen sind. Um welche Gitarren es sich handelt, die für die Sofware aufgenommen wurden, bleibt allerdings das Geheimnis von AAS.

 

Download und Installation:

Die Software gibt es für Mac und PC. Es stehen die Formate VST, AU und AAX zur Verfügung. Der Download hat eine Größe von etwas mehr als 28 MB. Nein, das ist kein Schreibfehler! Es sind wirklich nur gut 28 MB. Das ist darauf zurück zu führen, dass die Software nicht auf Samples basiert, sondern auf Physical Modeling. Was bedeutet, das jeder Ton, oder Akkord beim anschlagen auf der Tastatur berechnet wird. Installiert benötigt die Software dann etwa 70 MB an Speicherplatz.

Die Installation ist denkbar einfach. Man klickt einfach die Installationsdatei doppelt an, gibt dann in der Maske die Pfade für die 32 und 64 BIT Versionen an und klickt dann auf „weiter“.

Nach der Installation, beim ersten Start der Software gibt man die Seriennummer, welche man per Mail erhalten hat, sowie die E-mail Adresse in das dafür vorgesehene Feld ein und klickt dann auf die „Authorize“ Schaltfläche. Dazu muss der Rechner natürlich mit dem Internet verbunden sein. Im Benutzermanual, welches ebenfalls im Download enthalten ist, wird auch eine Methode zur „Offline“ Registrierung beschrieben. Alles in allem dauert es vom Download bis zur Registrierung keine 10 Minuten.

Die Benutzeroberfläche:

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AAS Strum GS-2 als Plugin in Studio One. Hier der Startbildschirm. Eingestellt sind von oben nach unten: Acoustic, als Gitarre eine Dreadnought, verschiedene Effekte und als Play Mode ist Keyboard eingestellt. Letzteres bedeutet, das man den mit „Guitar Range“ gekennzeichneten Bereich der Keyboard Darstellung zum spielen von Einzelnoten oder Akkorden nutzen kann.

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Spielt man einen Akkord, wird dieser im mittleren Feld und auf der Keyboard Darstellung angezeigt.

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Bei den Gitarrenmodellen hat man eine große Auswahl, die sich nicht an den eingespielten Modellen, sondern an Stylen orientiert.

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Neben „Acoustic“ kann auch „Acoustic Experimental“ oben links ausgewählt werden.

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Hier finden sich dann eher „abgedehte“ Klänge, die teilweise nur noch wenig an eine Gitarre erinnern.

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Wird der Play Mode auf Guitar umgestellt, ändert sich die Keyboard Darstellung in der Gestalt, das wir links und rechts einen Bereich für das Strumming vorfinden. Strumming funktioniert so lange, wie keine Taste im Chord Keys Bereich betätigt wird. Wenn allerdings eine Taste im Chord Keys Bereich betätigt wird und gleichzeitig eine Taste im Strumming Keys Bereich, wird die gedrückte Taste im mittleren Bereich als Akkord wiedergegeben. Wenn man also zum Beispiel die Taste „C2“ drückt und gleichzeitig eine Taste im linken, oder rechten Bereich erkennt die Software den Akkord und spielt diesen. Werden im linken, oder rechten Bereich verschiedene Tasten zusammen, oder nacheinander gedrückt, wird der Akkord in einem Picking gespielt.

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In gleicher Weise, wie der „Guitar“ Play Mode, funktioniert auch der „Loop“ Modus, nur das hier die Wiedergabe des Akkordes geloopt wird.

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Klickt man oben mittig auf „Edit“ hat man Zugang zu diversen Einstellungen.

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Unter „Effects“ finden sich logischer Weise die Einstellungen für die Effekte.

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Und auch für MIDI gibt es verschiedene Einstellungen. Oben zum Beispiel für das Slide Verhalten. Zudem kann man die Einstellungen für eventuell am Keyboard angeschlosse Pedale justieren.

 

Klangbeispiel:

Video:

In diesem Firmenvideo erschließt sich (fast) die ganze Bandbreite der Möglichkeiten,  die die Software bietet.

Fazit:

AAS Strum GS-2 benötigt wenig Platz auf der Festplatte, ist recht einfach zu bedienen und belastet die CPU nur gering. Die Software kommt mit vielen Presets auf den Rechner und bietet auch die Möglichkeit, eigene Presets zu speichern. Leider ist der Klang, meines Empfindens nach, recht steril. Irgendwie fehlt die Lebendigkeit, zumindest wenn man die Acoustic Presets als Soloinstrument einsetzt. In einem Mix mit anderen Instrumenten fällt das nicht so sehr auf. 

Weitere Informationen gibt es hier: Link

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