PreSonus Studio One Pro 2.5

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Ich bekam von PreSonus das OK zum Download einer Studio One 2 Professional Version. Gleichzeitig wurde mir mitgeteilt, das es bald ein Update auf die Version 2.5 geben würde. Mit der Version 2.5 hat Presonus ein großes Update für Studio One 2 herausgegeben. Zahlreiche Verbesserungen und einige Fehlerkorrekturen wurden eingearbeitet.

Einleitung:

Anfang der letzten Novemberwoche erhielt ich per Mail das OK für den Download einer Vollversion zum Test von Studio One 2 Professional. Gleichzeitig wurde mir mitgeteilt, das es Anfang Dezember ein großes Update von Version 2.0.7 auf die Version 2.5 geben würde. Ich hatte also ein wenig Zeit mich in die Software einzuarbeiten.

 

Die Installation:

Die Installation von den DVDs sollte problemlos funktionieren. Studio One Professional ist die einzige Version der Studio One Reihe, die mit einer Wortlänge von 64 BIT arbeitet. Man kann sie allerdings auch als 32 BIT  Programm installieren. Zunächst wird das Programm selber installiert. Hierbei erkennt die Installationsroutine, in welcher Sprache Windows installiert ist und bietet daraufhin die Installation in deutscher Sprache an. Danach erscheint der Installationsassistent und es folgt die Installation der virtuellen Instrumente und des weiteren Content. Hier hat sich PreSonus etwas einfallen lassen:
Die Gitarren Presets und Loops kommen von Nine Volt Audio.
Die Drumsets kommen von Ueberschall.
Die Korrektur der Tonhöhe übernimmt Melodyne Essential von Celemony.
Zudem gibt es noch eine spezielle Version von Komplete Elements 7 von Native Instruments.

Nachdem die Installation abgeschlossen ist, schaut Studio One, ob es ein Audio Interface findet. Mein Komplete Audio 6 von Native Instruments wurde sofort erkannt. Nun galt es noch die Verbindung zu meinem MIDI Keyboard (UMX 490 von Behringer) herzustellen. Auch das ging reibungslos von statten. Insgesamt ist die Installation wegen der doch erheblichen Größe der Software von ca. 15 GB etwas zeitaufwendig. Schlussendlich sollte man noch unter „Ordner“ seine eigenen VST Ordner hinzufügen, falls vorhanden.

 Studio One-1

Die angebotenen Optionen für die Installation:

Entweder von DVD, oder einem lokalen Ordner, oder per Download von PreSonus. Zudem kann man sich dann noch aussuchen, ob man die Software komplett installiert, oder nur die empfohlenen Komponenten.

Der erste Eindruck:  

Nach der Installation wurde ich dann positiv überrascht, denn anders als bei der ersten Version von Studio One 2 Free, gab es jetzt keinerlei Probleme mehr mit meiner Hardware. Ich konnte also mit dem Test loslegen. 

 Bei jedem Start von Studio One 2 erscheint zunächst die Startseite. Anders als bei anderen DAWs dient die Startseite von Studio One 2 als Schaltzentrale für das Programm. Deshalb gehe ich hier einmal etwas genauer darauf ein

Studio One-StartbildschirmDer Startbildschirm

Auf der Startseite kann man zunächst mal , falls vorhanden, seinen SoundCloud Account synchronisieren und Songs hochladen. Neu in Version 2.5 ist die Schaltfläche für den „nimbit“ Client, wo man Songs hoch laden und verkaufen kann. Dazu braucht man dort natürlich ein Konto. Mit dem Update von Studio One auf die Version 2.5 wurde „nimbit“ von PreSonus übernommen.  In der Mitte, weiter unten , kann man einen neuen Song anlegen, ein Projekt anlegen, bestehende Projekte und Songs öffnen.  Zudem kann man ein eigenes Profil einrichten, welches dann den eigenen Songs zugeordnet wird.  Interessant ist auch noch der Punkt „Eigene Geräte einbinden“. Hier kann man z.B. sein MIDI Keyboard einrichten.

Studio One-3Alles fängt nach der Installation damit an, das man einen neuen Song anlegt. Sieht man nun das Fenster, ist die Verwirrung erst einmal groß, denn man wird von den vielen Möglichkeiten fast erschlagen. Allerdings braucht hier niemand in Panik zu verfallen, denn des Rätsels Lösung ist ganz einfach: Man legt zu aller erst einmal einen leeren Song an. Diesem leeren Song kann man dann entsprechend viele Spuren zuordnen. Wenn man zum Beispiel eine Band aufnimmt, weiß man vorher in etwa, wie viele Audiospuren benötigt werden. Dieses Setup kann man dann abspeichern und bei späteren, neuen Aufnahmen wieder aufrufen. So gesehen, sind die ganzen angebotenen Voreinstellungen zum erstellen eines neuen Songs nur Platzhalter. Auf der rechten Seite noch die gewünschten Parameter für die Aufnahme einstellen und es kann los gehen.

Arbeiten mit dem Interface:

Das Interface ist , auf den ersten Blick, recht übersichtlich. Dank Drag & Drop kann man sehr schnell mit dem Programm arbeiten. Man zieht Instrumente, oder Effekte einfach aus der Liste rechts in die gewünschte Spur. Einfacher geht es kaum noch. Allerdings geht das erst wirklich schnell, wenn man sich an die Ordnerstruktur der Instrumente, PlugIns und Loops gewöhnt hat. Hier würde ich mir mehr Übersichtlichkeit wünschen. 
Es stehen die üblichen Audio-,Instrumenten- (MIDI) und Automatisierungs- Spuren zur Verfügung. Zudem können Spuren gruppiert und zu Projekten zusammen gefasst werden. Auch Videos können in eine Spur geladen und dann (nach-)vertont werden. Dazu muss Apple Quick Time mit den benötigten Codecs installiert sein.

Studio One - Piano Roll

Ich habe mir in einem leeren Song mal zwei Instrumentenspuren angelegt. Klickt man nun in eine der Spuren, geht das untere Fenster mit dem Piano Roll auf, in dem man z.B. die Noten korrigieren und die Anschlagstärke verändern kann.

Studio One - Projekt Fenster

Dann habe ich mir mal einen der Demosongs geladen und unten rechts auf „Mix“ geklickt. So konnte ich die CPU Auslastung bei meinem Rechner testen.

Studio-One-Leistung

Klickt man im unteren Teil der Benutzeroberfläche auf „Leistung“, geht ein extra Fenster auf, in dem man alle Infos zur Auslastung des Rechners überblickt. Bei meinem Intel I7 Quad Core Rechner mit 3.4GHz lag sie zwischen 20 und 30 Prozent, mit 2 kurzen Spitzen, die bis 85 Prozent hoch gingen.

Studio One-MelodyneFür das Pitch Control ist das in Studio One 2 intergrierte Melodyne zuständig.

Sounds:  

Davon sind reichlich vorhanden. Einiges habe ich ja schon weiter oben aufgelistet. Sie alle zu testen, würde Wochen dauern. Jedenfalls gefallen mir einige Gitarren im Zusammenspiel mit dem „ampire“ Gitarrenamp ganz gut. Natürlich kann man den „ampire“ Amp auch in Verbindung mit einer „echten“ Gitarre, oder einem Bass verwenden. Mir ist aber aufgefallen, das der Amp, sobald man einen Sound mit etwas mehr Gain, oder Crunch benutzt, ziemlich schnell ein starkes Grundrauschen und Brummen erzeugt. Deshalb sollte man für „echte“ Gitarren besser auf das in Komplete Elements 7 enthaltene Guitar Rig 4 zurück greifen. Die Sythesizer Fraktion kommt auf ihre Kosten und an Drumsets mangelt es auch nicht. Wenig überzeugend finde ich einige Instrumente aus der Brass Welt. So haben beispielsweise die meisten Saxophone (aus meiner Sicht) viel zu viel „Breath“. Andere hören sich leicht synthetisch an. Auch hier bietet sich die Verwendung von Komplete Elements 7 als Alternative an.

 
Studio One-4

Hier sieht man oben einen der angebotenen Gitarrensounds, den man dann mit Hilfe des „ampire“ Gitarren/Bass Amps weiter bearbeiten kann.

 

Das Update:

Das Update von Version 2.0.7 auf 2.5 umfasst ca. 106 MB. Neben Bugfixes gibt es einige Verbesserungen und Änderungen.

Ein kurzes, englisch sprachiges Video zu einigen Änderungen findet sich auf YouTube: Link

Eine Liste mit allen Änderungen gibt es hier (in englisch): Link

Fazit:

PreSonus Studio One 2.5 Professional trägt seinen Namen zu recht, denn damit ist man für alle Aufgaben, die in einem Tonstudio anfallen bestens gerüstet. Alle Studio One Versionen sind für Windows und MAC OS erhältlich. Beim Kauf erhält man eine Lizenz, mit der man das Programm insgesamt 5 mal installieren kann! So ist es kein Problem Studio One auch auf mehreren Rechnern gleichzeitig zu installieren. Der Preis liegt offiziell bei knapp 400,- Euro. Der Straßenpreis bei knapp 350, Euro. Das ist, wie ich finde, für diese Software absolut angemessen. Die Arbeitsgeschwindigkeit ist dank Drag & Drop recht hoch. Dafür gibt es eine Kaufempfehlung!  

Hier noch der Link zum deutschen Vertrieb: Link

Und hier gibt es einen Video Lernkurs auf DVD oder zum Download in deutsch: Link

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