Testbericht – RapidComposer von MusicDevelopments

musicdevelopments-logoEs gibt sicher eine Menge Wege, die eigenen Kompositionen festzuhalten. Die älteste Art ist wohl, ein Notenblatt und einen Bleistift zu benutzen. In den späten 1970er Jahren haben wir dann, neben den beiden genannten Werkzeugen, ein Tonband, ein Mikro, sowie eine Gitarre, oder ein Klavier dazu genommen und konnten unsere Ideen den Bandkollegen vorspielen. Heutzutage gibt es einige Programme für den Computer, mit denen man diese Arbeit erledigen kann. Eines dieser Programme ist RapidComposer von MusicDevelopments. Wobei der Name RapidComposer, das sei schon einmal angemerkt, auf Grund des Funktionumfangs ein wenig irreführend ist. Wirklich rapid, also schnell, kann man erst damit arbeiten, wenn man sich in den Programmablauf richtig eingearbeitet hat.

 

Download und Installation:

Der Download der Vollversion hat eine Größe von ca. 31 MB (Windows Version). Die Software gibt es in 32 und 64 BIT für MAC und PC. Die Installationsroutine ist selbsterklärend. Zusätzlich können noch 2 kleine Dateien geladen werden, in denen zusätzliche Phrasen enthalten sind. Diese werden in den Ordner Username/AppData/Roaming/RapidComposer/ CustomPhrases entpackt.

Wer seine VSTi Instrumente in RapidComposer verwenden will, sollte diese eins nach dem anderen einbinden. Ein Scan eines kompletten Ordners mit VSTi Instrumenten ist zwar auch möglich, dabei kann es allerdings zu Fehlern kommen, die im schlimmsten Fall eine Neuinstallation nach sich ziehen. Es sollten möglichst nur VSTi verwendet werden, die eine Instanz (Kanal) benötigen.

Die Benutzeroberfläche:

Die Benutzeroberfläche ist in diverse Reiter unterteilt. Ich bin sie mal der Reihe nach durchgegangen.

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Zur besseren Sichtbarkeit habe ich die Reiter eingefärbt.

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Nach dem Start zeigt sich die „Composer“ Oberfläche, in der als Grundakkord ein „C“ eingefügt ist. Das kann man ändern, in dem man einen Rechtsklick darauf macht und eine Auswahl an Akkorden erhält. Zudem kann man durch einen Klick in die Pianoroll Melodieparts einfügen, welche sich, je nach dem, in welchen Bereich sie positioniert werden, verändern, bzw. anpassen.

rapidcomposer-1aHier habe ich mir als Stil die Ballade ausgesucht und einige Akkorde eingegeben, auf deren Grundlage die Drums und der Bass automatisch generiert wurden. Zu hören ist das als Klangbeispiel.

rapidcomposer-2Hier der „Phrase Editor“

rapidcomposer-3Der „Progression Editor“

rapidcomposer-4Akkorde und Noten können in verschiedenen Stilen abgespielt werden. So zum Beispiel gibt es Bach, Mozart, aber auch kontemporäre Stile. Hier der „Chord Rules Editor“.

rapidcomposer-5Das „Idea Tool“

rapidcomposer-6Die Mixer Ansicht

rapidcomposer-7„MIDI Import“ Fenster

rapidcomposer-8Die „History“ Ansicht

rapidcomposer-9In den Settings finden sich weitere Reiter, unter denen man unter anderem Einstellungen für das MIDI Keyboard und den ASIO Treiber machen kann. Unter Windows kann zwar auch Wave Table verwendet werden, es wird jedoch davon abgeraten. Auch VSTi und SFZ Instrumente können hier hinzugefügt werden.

rapidcomposer-10Unter dem „Support“ Reiter erhält man Informationen zur Version und einiges mehr.

 

Weitere Bedienelemente:

Eine wesentliche Komponente eines jeden Musikstücks ist die Struktur. Diese kann in RapidComposer recht einfach festgelegt werden. Hier kann man zum Beispiel ein Intro, den Melodieteil, den Refrain und einen Solopart festlegen. Alle Teile können Untergruppen enthalten. Auch Wiederholungen sind möglich.

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RapidComposer kann für alle Musikstile eingesetzt werden. Es gibt eine Reihe von Scales, welche von Pop, Blues, Klassik und Jazz, bis zur Weltmusik reichen. Bei den „Generators“ stehen ebenfalls diverse Möglichkeiten zur Auswahl, so z.B. für Piano, Strings und Gitarre. Die Palette der Musikinstrumente in „General MIDI“ ist riesig und lässt wohl keine Wünsche offen. Allerdings ist der Klang, wie bei General MIDI üblich, nicht gerade berauschend.

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Was die Eingabe angeht, so stehen im Prinzip drei Wege zur Auswahl. Ein Weg ist, die Akkorde einen nach dem anderen einzugeben und dann durch einen Doppelklick in den Takt automatisch eine Melodie generieren zu lassen. Diese kann dann durch vertikales Ziehen entlang der Pianoroll plaziert werden, wodurch sich dann die Melodie ändert. Der zweite Weg ist, die Melodie über ein MIDI Keyboard einzuspielen. Rapid Composer wertet die Noten dann aus und legt die Akkorde fest. Man kann aber auch, und das ist Weg drei, die Akkorde über ein MIDI Keyboard einspielen.

Dateiformate:

Abspeichern kann man seine Arbeit als MIDI, WAV, oder AIFF Datei. Importieren kann man sowohl MIDI, als auch Audiodateien.

Klangbeispiel:

Fazit:

Mit RapidComposer kommt ein durchaus mächtiges Tool für den Komponisten auf den Rechner, das vielerlei Möglichkeiten bietet. Wer sich ans Komponieren erst einmal rantasten, oder die Software besser verstehen will, kann sich Templates aus verschiedenen Musikrichtung laden und sich diese Beispiele ansehen und anhören. Wer nicht so fit ist in Musiklehre, kann seine z.B. in „C“ angelegte Komposition später transponieren. Ein längerer Blick in das als PDF Datei beiliegende Benutzermanual, sowie des umfangreichen Video Materials auf der Webseite, ist dringend zu empfehlen. Ich werde mich auf jeden Fall noch öfters mit dem RapidComposer beschäftigen und in Zukunft die eine, oder andere Idee damit in Klänge gießen.

Der Preis für die Vollversion liegt bei 249,- USD. Eine LE Version, mit weniger Funktionen gibt es für 99,- USD. Eine Trial Version steht ebenfalls zur Verfügung. Weitere Informationen gibt es hier: Link

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