Testbericht – BT Phobos von Spitfire Audio

Phobos steht in der grieschichen Mythology für Furcht, oder auch für panische Angst. Andererseits ist er einer der Monde des Mars. Die Software ist die erste bei Spitfire Audio, die nicht als Library für NI Kontakt erscheint, sondern als „normales“ Plugin, zur Verwendung in einer DAW. Es handelt sich dabei um einen, in Zusammenarbeit mit dem Komponisten und Elektronik Freak Brian Transeau entwickelten, polyvalenten Synth.


Download und Installation:

Der Download erfolgt über den Spitfire Library Manager. Hier ist wichtig, dass zunächst die letzte Version installiert wird! Der Download hat einen Umfang von 22,9 GB. Während der Installation sind kapp 50 GB freier Platz erforderlich. Nachdem die ZIP Dateien alle auf dem Rechner sind, werden diese automatisch entpackt und installiert. Von daher sollte man sich schon vor dem Download überlegen, in welches Verzeichnis man die Software herunter läd. Es ist absolut sinnvoll, die Software auf eine SSD Festplatte zu installieren, um die Ladezeit zu minimieren.

Interessant sind im übrigen die in der Downloadmaske von Spitfire Audio empfohlenen System Voraussetzungen: 2.6 GHZ i7, mit 16 GB RAM. Minimal sollte es ein 2.8 GHz i5 (dual core) mit 8 GB RAM sein.

Die Benutzeroberfläche:

Im oberen Bereich stehen 4 Slots zur Verfügung, in die verschiedene Samples geladen werden können, welche sich dann, über das Keyboard verteilt, spielen lassen. Die Keyboardbelegung kann in der unteren Leiste festgelegt werden. Für jeden Slot stehen verschiedene Parameter zur Verfügung, mit denen sich der jeweilige Klang nachjustieren lässt. Zudem kann der Klang durch verschieben im mittleren Dreieck verändert werden. Da es insgesamt mehr als 2380 Samples gibt, ist die Anzahl der möglichen Kombinationen sehr groß.

Neben den einzelnen Samples können auch komplette Presets der im Popup angezeigten Autoren geladen werden.

In den Settings können die Einstellungen u.A. für die Polyphony vorgenommen werden.

Und auch die Einstellungen für die einzelnen LFOs können verändert werden.

Video:

 


 

 

In diesem Viedeo zeigt O.P. Weder von Spitfire Audio die Arbeitsweise des Phobs Synth.

Klangbeispiele:

Ich habe 4 kurze Klangbeispiele erstellt, mit denen deutlich wird, für welche Art Musik sich die Software besonders eignet: Film, Spiele, aber auch extravagante Rock und Pop Produktionen.

Fazit:

Die Phobus Software geht nicht gerade sparsam mit den Recourcen des Rechners um, wobei sie, einmal geladen, recht flink bedient werden kann. Auch die CPU Last, innerhalb einer DAW, ist recht gering. Dafür bekommt man ein mächtiges Werkzeug an die Hand, mit dem sich, dank der mehr als 2380 Samples und der Möglichkeit, diese beliebig zu mischen, eine Unzahl an Klangteppichen für Kompositionen in unterschiedlichen Genres realisieren lassen. Der Klang ist, wie immer bei Spitfire Audio, überragend. Von daher gibt es keinen Grund zur Furcht, oder gar zu panischer Angst.

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