Testbericht – Hans Zimmer Strings

Als Hans Zimmer dem Team von Spitfire Audio den Vorschlag machte, zusammen mit ihm, die Hans Zimmer Strings, mit immerhin 344 Streichern in eine Softwareform zu bringen, haben sich wohl beide Seiten nicht genau vorstellen können, welche Arbeit da auf sie zukommt. Jedenfalls hat es sich zum größten Projekt ausgeweitet, welches jemals bei Spitfire Audio verwirklicht wurde. Die Software kommt nicht als Library für Kontakt auf den Rechner, sondern als Plugin, in den Formaten AAX, AU, VST2 und VST3.


Download und Installation:

Bevor es mit dem eigentlichen Download losgehen kann, muss zunächst die letzte Version 3.0.6 des Spitfire Audio Library Manager installiert werden. Einen Link zum Download bekommt man per Mail. Der Download des Hans Zimmer Strings PlugIns kann entweder auf einer internen Festplatte, oder aber einer externen SSD Festplatte mit USB 3 erfolgen. Diese Optionen kann man auswählen, ehe man mit dem Downlad der immerhin 170,6 GB anfängt. Während des Downloads sollten mindestens 200 GB auf der Festplatte frei sein. Wem das wegen einer langsamen Internetverbindung zu lange dauert, kann die Software auch auf einer externen Festplatte ordern. Der Library Manager registriert die Software nach der Installation der Software auf dem Rechner, in dem sich die Festplatte befindet, bzw. an dem das externe Laufwerk angeschlossen ist. Es besteht aber die Möglichkeit, die Software auch auf einem zeiten Rechner zu installieren. Genauere Anweisungen dazu gibt es auf der Webseite des Herstellers. Auf meinem Rechner, mit Windows 10 wurden die beiden VST Formate automatisch installiert.

Die Benutzeroberfläche:

Für die Gestaltung der Benutzeroberfläche wurde das Team von ustwo mit einbezogen. Die haben scheinbar auch an der neuen Version des Library Manager mitgewirkt. Wichtig war vorrangig, die Bedienung, trotz der Komplexität der Software, so einfach wie möglich zu machen.

Der Startbildschirm. Ganz oben rechts, wird die Gesantlautstärke eingestellt. Darunter, in der Mitte, das Klappmenü, in dem die Istrumente einzeln, oder in Gruppen ausgewählt werden können. Außerdem lassen sich hier die Artikulationen einstellen. Die darunter liegenden Schieberegler steuern (links) das Anschlagverhalten und (rechts) die Lautstärke für das Instrument, oder die Instrumentengruppe. Rechts dann das große Rad für die Effekte. Siehe dazu den Screenshot weiter unten. Im unteren Bereich, der sich auch einklappen lässt, finden sich die Einstellungen für die reichlich vorhandenen Mikrofone. Bedient man einen der Schieberegler, wird das Mikro eingeschaltet. Mit den Richtungspfeilen an den Seiten, kann durch die Mikrofone geschaltet werden. Ganz rechts unten kann die Stereo Weite geregelt werden.

Klappt man das obere Menü auf, so gelangt man zu den Instrumenten und Artikulationen. Man kann eigene Gruppen und Artikulationen zusammenstellen und speichern. Um eigene Einstellungen abzurufen, klickt man auf den User Button.

Klickt man in die Mitte des Kreises, gelangt man zu den Effekten. Deren Intensität kann man überden äußeren Regler einstellen. Je nach dem, welches Instrument, oder welche Gruppe eingestellt ist, verändert sich der spielbare Bereich auf dem Keyboard.

Klangbeispiele:

Ich habe mal 3 Klangbeispiele mit unterschiedleicher Instrumentierung ausgewählt.

Fazit:

Hans Zimmer Strings ist ein mächtiges Software Plugin, welches die bisher bekannten String Orchester bei weitem in den Schatten stellt. Und das nicht nur von der Anzahl der Instrumente her. Die mit sehr viel Aufwand entstandenen Aufnahmen bringen den vollen Klangumfang auf den Rechner. Die Benutzeroberfläche gefällt vielleicht nicht jedem, aber es ist gelungen, die Bedienung recht einfach zu gestalten. Eigentlich hätte diese Software 6 Sterne verdient. Eine absolute Empfehlung!

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