Testbericht – PolyM Syntheziser Software von XILS Lab

Mit dem PolyM bringt XILS Lab eine Emulation des Polymoog 203a, aus dem Jahr 1975, auf den Markt. Neben den original Funktionen wurden einige, zeitgemäße hinzu gefügt, was die Software flexibler macht als das Original. Zudem kommt die Software mit mehr als 450 Presets auf den Rechner. Das Original hatte 8, die allerdings durch die vielseitigen Möglichkeiten der Einstellungen, dem eigenen Gusto angepasst werden konnten. 1978 kam ein neueres Modell (208a) auf den Markt, das über 14 Presets verfügte. Allerdings waren die Möglichkeiten, den Sound zu individualisieren, gegenüber dem ersten Modell recht eingeschränkt. Mitte der 1980er Jahre wurde die Produktion dann eingestellt. Wer heutzutage einen Polymoog 203a in sehr gutem Zustand kaufen will, was gar nicht so einfach sein dürfte, muss mit Preisen von bis zu 9000,- Euro rechnen.



Download und Installation:

Der Download hat eine Größe von 15,9 MB. Darin enthalten sind die Formate VST in 32 und 64 BIT, sowie AAX. Die Software kann für den e-Licenser Dongle, oder die Registrierung mittels ILok (Dongle, oder License Manager) herunter geladen werden.

Die Benutzeroberfläche:

XILS Lab hat, obwohl die Funktionen der Software erweitert wurden, das originale Design der Hardware weitestgehend beibehalten, bei der es anstelle von Drehreglern, eine ganze Reihe an Fadern gibt. Zur besseren Übersicht, auch auf kleineren Monitoren, wurden die Bedienelemente, nicht wie beim Original alle nebeneinander, sondern übereinander, angeordnet. Die Breite kann entweder auf 1400, oder 1200 Pixel eingestellt werden.

In der oberen Leiste kann zwischen den mehr als 450 Prests gewählt werden. Diese sind nach Style, Autor und Instrumenten gegliedert. Daneben kann zwischen den beiden Kanälen A und B geschaltet werden. Das ist sinnvoll, denn so lässt sich beispielsweise zwischen einem original Preset und einem modifizierten Preset hin- und herschalten, um den Unterschied zu hören. Der grüne Anzeigebereich kann abgeschaltet werden. Darunter folgen dann die diversen Fader und Schalter, deren Funktionen sich durch gut ablesbare Bezeichnungen auszeichnen. Unterhalb des Keyboards kann der Oktavumfang über die beiden Schaltflächen eingestellt werden.

 

Klangbeispiele:

Ich habe mal 4 kurze Klangbeispiele ausgesucht, die aus verschiedenen Genres kommen: Rock, Electro und Pop.

Fazit:

Wer auf Vintage Sounds steht, gleichzeitig aber nicht auf ausreichende Möglichkeiten zur Klangmanipulation verzichten will, ist mit der PolyM Software von XILS-lab sicher gut bedient. Der Klang ist gut und der Preis ist mit 149,- Euro, gegenüber dem Original, auf jeden Fall ein Schnäppchen.

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