Testbericht – QCon Pro G2 von iCon Pro Audio

Mit dem QCon Pro G2 hat der chinesische Hersteller seine Controller Reihe erweitert. Mit dieser Grundeinheit können 16 Spuren und der Master Kanal kontrolliert werden. Wer keine Lust hat, zwischen den ersten und zweiten 8 Spuren, mittels Shift Taste hin- und her zu wechseln, kann die Grundeinheit mittels der QCon EX G2 Extender, bis auf 32 Suren ausbauen. Vom Aufbau her erinnert der Controller an das wesentlich teurere Mackie Control Pro Modul.

Der Controller auf meinem Studio Tisch.

Alle Anschlüsse und der Ein- Ausschalter sind rückseitig angebracht. Von links: Der Ein/Ausschalter, der Anschluss für das Netzteil, zwei Anschlüsse für Fußpedale und der USB Anschluss. Rechts befindet sich der Kensington Lock Eingang.

 

Lieferumfang:

Im Lieferumfang enthalten ist der QCon Pro G2 Controller, eine CD, mit der iMap Software, über die Firmwareupdates und eigene Protokolle für DAWs hinterlegt werden können. Weiterhin finden sich 2 Faltblätter, die ziemlich einfach erklären, wie der Controller an den Computer angeschlossen wird und wie man, die ebenfalls zum Lieferumfang gehörenden, 14 Auflegeschablonen verwendet. Dazu später mehr. Abgerundet wird der Verpackungsinhalt durch ein Netzteil, ein 1,8 Meter langes USB Kabel und einen Schraubenzieher. Als DAW kann man sich Cubase 9.5 LE herunterladen.

Verarbeitung:

Der Controller besteht aus einem Metallgehäuse und wiegt etwa 6,3 KG. Die Motorfader und die Drehregler sind ebenfalls aus Metall. Die Pads sind hintergrundbeleuchtet. Insgesamt macht der Controller einen durchaus wertigen Eindruck. Das ist, in der Preisklasse von knapp 500,- €, nicht immer der Fall. Der Controller hat eine rundum laufende Kante, die dazu verleiten könnte, ihn in einem Ausschnitt in der Platte des Studiotischs zu versenken. Dazu muss die Platte aber recht dünn sein, denn sonst werden die hinten befindlichen Anschlüsse und der Ein/Ausschalter verdeckt.

Welche DAWs können kontrolliert werden:

Wie schon erwähnt, liegen dem Controller 14 Auflageschablonen bei, eine davon ist leer und kann für eigene Konfigurationen genutzt werden. Folgende DAW Schablonen sind dabei: Reason, Reaper, Studio One, Logic Pro, Digital Performer, Ableton Live, Bitwig, Cubase, FL Studio, Sonar (jetzt Cakewalk by Bandlab), Samplitude Pro, Pro Tools, Cubase/Nuendo und Adobe Auditon.

Die Protokolle:

Unterstützt werden Mackie Control (MCP), HUI, Logic Protocol und das Benutzer definierte MCP.

Zum Test:

Als erstes startet man die iMap Software, stellt das Protokoll ein (MCP) und klickt danach auf „Connect“. Daraufhin erscheint das kleine Popupfenster, indem man den Controller auswählt und dann erneut auf „Connect“ klickt. Das Popup Fenster schließt dann und man kann die iMap Software schließen. Nun muss man noch, oben rechts, am Controller selber das Mackie Control Protokol eingestellt werden. Das geschieht direkt nach dem Einschalten, wenn die entsprechenden Tasten aufleuchten. Danach muss der Controller in der DAW eingerichtet werden.

Ich habe den Controller mit den folgenden DAWs getestet, wobei alle mit Mackie Control (MCP) eingestellt wurden: Studio One, Reason 8, Mixcraft 8 Pro, FL Studio, Cakewalk by Bandlab, Samplitude Pro X4 und Cubase 9.5 LE.

In Studio One, Reason 8, Samplitude Pro X4 und Cubase 9.5 LE, wurden die meisten Funktionen unterstützt. Eine Besonderheit war Mixcraft 8 Pro, da diese DAW über keine eigene Schablone verfügt. Trotzdem werden auch hier sehr viele Funktionen unterstützt. FL Studio 20 funktioniert so gut wie gar nicht, solange man die Bedienelemente des Controllers nicht in der DAW synchronisiert hat. Das ist schon lange ein viel kritisiertes Manko in FL Studio. In Cakewalk by Bandlab waren viele Parameter regelbar, aber ausgerechnet das scharf schalten der Spuren und die Aufnahme (Rec) Taste zeigten keine Funktion.

Konfiguration des Controllers in den nachstehenden DAWs:

Mixcraft 8 Pro:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Studio One:

Reason 8:

Samplitude Pro X3/4:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fazit:

Plus:

  • Sehr gute, stabile Konstuktion, aus Aluminium- und Stahlblech
  • Sehr günstiger Preis
  • Logische Anordnung der Bedienelemente
  • Bis zu 16 Spuren können geregelt werden
  • 14 Auflegeschablonen für diverse DAWs und eigene Konfiguration
  • Firmware Updates und Konfiguration über iMap Software
  • Cubase 9.5 LE im Lieferumfang

Minus:

  • Voller Funktionsumfang nicht in allen DAWs gegeben
  • „Bedienungsanleitung“ besteht nur aus 2 dürftigen Faltblättern

 

2 Kommentare

  1. Hi,

    ich habe mal eine Frage zum Test. Ihr schreibt:“ FL Studio 20 funktioniert so gut wie gar nicht, solange man die Bedienelemente des Controllers nicht in der DAW synchronisiert hat. Das ist schon lange ein viel kritisiertes Manko in FL Studio.“ Mich würde das Ergebnis nach der Synchronisation interessieren. Ist es da problemlos gelaufen? Vielen Dank.

    • Hallo Jens
      Ich habe den Vorschlag mit der Synchronisation aus dem FL Forum. Dieser Vorschlag war auch schon asbach uralt und ich habe keine Ahnung, ob das auch noch für die letzte Version gilt. Ich habe es nicht hin bekommen. Von daher kein Ergebnis. Da ich FL Studio auch nicht sehr oft benutze, kann ich dir nur raten, dich im FL Forum zu melden.
      Gruß Martin

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