Testbericht – Guitar Fury Software von Sample Logic

Anfang Februar ist bei Sample Logic die Guitar Fury Software erschienen. In dieser Library sind, neben anderen Instrumenten, verschiedenste Gitarrenklänge vereint. Was von dieser Software zu erwarten ist, soll der Testbericht klären.

Download und Installation:

Guitar Fury ist eine Library, die die Vollversion von Native Instruments Kontakt voraussetzt und zwar in der Version 5.8.1, oder höher. Um die Software herunter zu laden wird der Sample Logic Download Manager benötigt. Einen Link dazu findet man in der Benachrichtigung, die man nach dem Kauf per Mail erhält. Der Download Manager läd die RAR Dateien nicht nur herunter, sondern entpackt diese auch direkt. Damit der Download auch funktioniert, sollten mindestens 64 GB an Speicherplatz vorhanden sein. Hier 2 Screenshots vom Download Manager:

Im mittleren Feld kann man per kopieren und einfügen die Nummer eingeben, welche ebenfalls mit der Mail versendet wird. Klickt man dann, nachdem die ganzen RAR Dateien angezeigt werden, auf das Download Feld, kann man den Pfad aussuchen, wohin die Software geladen wird. Ist das erledigt, beginnt der Download. Im linken Balken sieht man den Fortschritt des Downloads.

Ist der Download beendet, den man übrigens auch pausieren kann, werden die RAR Dateien entpackt. Im rechten Balken wird ebenfalls der Fortschritt angezeigt. Ist die Software entpackt, erscheint noch ein Dialog, in dem man gefragt wird, ob die RAR Dateien gelöscht werden sollen.

Wie schon erwähnt, wird die Vollversion von Kontakt benötigt, um die Software nutzen zu können. Eine Registrierung in NI Access ist aber nicht notwendig. Nachteil ist, dass die Software nicht im Library Manager angezeigt wird, sondern über die Files Suche zu erreichen ist.

Sample Logic empfiehlt, falls es zu Problemen kommt, den Guitar Fury-Samples Ordner in das Verzeichnis Dokumente/Kontakt, oder Dokumente/Kontakt5 zu verschieben, je nach dem welche Version von Kontakt verwendet wird. Eine entsprechende Guitar Fury.nki Datei, welche diese Pfade berücksichtigt, ist vorhanden.

Die Benutzeroberfläche:

Diese ist bewusst schlicht gehalten, um die Arbeit zu erleichtern. Ein wenig mehr Farbe wäre aber auch nicht schlecht gewesen.

Die Software ist über den „Files“ Reiter oben links zu erreichen. Klickt man dann auf „Instruments“ kann man die Guitar Fury.nki Datei in das Hauptfenster ziehen, um diese zu öffnen. Dann erscheint die Benutzeroberfläche. Die Ladezeit ist recht lang und nervt. Hier können schon einige Einstellungen vorgenommen werden. Allerdings ist nicht ersichtlich, ob ein Instrument, oder welches geladen ist.

Es ist also sinnvoll, zunächst ein Instrument auszusuchen. Hier kann aus verschiedenen Kategorien und Presets ausgewählt werden. Zudem besteht die Möglichkeit, sich eine Favoritenliste anzulegen.

Nachdem nun ein Instrument geladen wurde, kann der Klang mittels verschiedener Effekte manipuliert werden. Die Effekte können einzeln, oder zu mehreren verwendet werden. Um die Einstellungen der einzelnen Effekte zu erreichen, klickt man auf den jeweiligen Effekt und findet dann unter „Leveler“ die entsprechenden Möglichkeiten. Je nach Preset stehen auch noch verschiedene Speaker Caps zur Auswahl.

Hier habe ich einen der gut 30.000 Samples geladen. Es finden sich auch kurze Pattern, beispielsweise von einer Bousouki.

Klangbeispiele:

Wegen der derzeitigen Situation und den damit verbundenen Sorgen, um Verwandte und Bekannte, fehlt mir die Kreativität, um eigene Klangbeispiele zu realisieren. Deshalb hier einige firmeneigene Songs von Sample Logic.


Fazit:

Sample Logic haben ihre Guitar Fury Software als Tool für Komponisten und Projektstudios deklariert. Das ist auch gut so, denn Soundtüftler kommen hier auch ihre Kosten. Gesampled wurden die bekanntesten Gitarren- und Bassmodelle. Darüber hinaus steht ein Synth zur Auswahl. Auch Ukelelen Sound werden angeboten. Das Bouzouki Pattern hingegen ist eher langweilig. Gitarristen, die einen Basslauf aufnehmen, oder eine Akustikgitarre einspielen wollen, werden auch fündig. Allerdings werden diese wohl eher zu anderer Software greifen. Komponisten und Projektstudios hingegen werden sicher ihre Freude an der Software finden.

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