Hot Wire Bass

Hot-Wire-Bass-LogoHier stellt sich euch und Ihnen die Firma Hot Wire Bass von Bert Gerecht vor. Die Firma ist in der beschaulichen Gemeinde Desloch (Kreis Bad Kreuznach) beheimatet.

 

 

 

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SONY DSCDie Marke Hot Wire Bass wurde 1999 geboren. Zuhause ist sie auf der „Blues Farm“ in der Nordpfalz. Dort stehen über zwanzig Instrumente permanent testbereit. Dazwischen sitzt Mastermind Bert Gerecht und kümmert sich um das Tagesgeschäft: Konzeption, Design und Marketing der edlen Hot Wire Bässe. Ausserdem natürlich Beratung und Verkauf. „Die Individualität des Musikers sollte sich in seinem Instrument wieder spiegeln. Bassisten sind Suchende… ständig auf der Suche nach dem optimalen Ton. Leute kommen von weit her, um in Ruhe unsere Bässe zu testen und sich eingehend beraten zu lassen. Fast jedes Instrument ist eine Spezialanfertigung, denn jeder hat seine eigene Vorstellung, wie sein Traumbass klingen soll… Uns ist wichtig, dass jeder Kunde sich gut beraten fühlt und mit seinem Bass glücklich wird.“

 

 

 

XXL BassXXL Bass

Bereits 1980 stellte Bass-Freak Bert Gerecht, der bereits 1968 Soul in amerikanischen Clubs spielte, als Begründer des kultigen Ladens „Mr. Bassman“ in Frankfurt Mr.Bassman-Bässe nach Kundenwunsch her, verkaufte, reparierte und modifizierte Bässe aller Art. Im Prinzip das, was heutzutage „Boutique Bass“ genannt wird. 1986 wechselte er zum Musikjournalismus, gründete die erste Zeitschrift für Bassisten (Der Rasende Bass-Bote), schrieb für Fachblatt, Gitarre & Bass, Solo und andere Magazine, testete alles, was der Markt hergab und machte Interviews mit den angesagtesten Bassisten. 1989 entstand das Label Hot Wire Records als Plattform für die tieftönende CD-Serie „Bass-Talk!“ und weitere Produktionen im Bereich Jazz/Funk/Fusion. Zwischendurch fand er noch Zeit, „Bass-Talk! Das Buch“ zu schreiben und den Ratgeber „die eigene Musik auf CD!“. Mitte der Neunziger kam das Internet auf, und CD-Verkäufe wurden zunehmend schwieriger…

1999 trafen sich Labelinhaber Bert Gerecht und Gitarrenbaumeister Magnus Krempel. Magnus zeigte ihm den Prototyp zu einem Bass, den es so noch nicht gab: einen Fünfsaiter mit Klang und Feeling der begehrten Originale der Sixties, aber mit modernem Low B. Bert war von diesem Bass total begeistert…!

 

So wurde „Hot Wire Records“ zu „Hot Wire Bass“ mit der Zielsetzung: Der

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Hot Wire Bass als Instrument für kreative Bassisten, die einerseits Sound und Feeling der geliebten Originale lieben, andererseits einen bezahlbaren Fünfsaiter als Arbeitsgerät suchen. Natürlich aus abgelagerten Klanghölzern und erlesenen Teilen, hergestellt in Handarbeit, als Alternative zur Massenproduktion. Auf der Musikmesse Frankfurt im März 2000 wurde der Hot Wire Bass erstmals erfolgreich dem fachkundigen Publikum präsentiert. Internationale Profis wie Kai Eckhardt und Johann Asmundsson von Mezzoforte waren sogleich überzeugt und bestellten sich ihren Hot Wire Bass.

Mittlerweile gibt es eine große Produktpalette, um alle Soundwünsche zu erfüllen und jeden Kunden zufriedenzustellen. International wird Hot Wire unter Profis als Geheimtipp gehandelt. Der Vertrieb läuft direkt von Hot Wire zum Bassisten. 

„Anfangs gingen wir noch über den Handel,“ erinnert sich Bert Gerecht. „Das hat sich aber für uns nicht bewährt, die Läden wollten nur, was es sowieso schon gibt, nämlich Stangenware in der üblichen Ausführung… Nach zwei Jahren haben wir das geknickt, seitdem arbeiten wir nur noch direkt.“  

Den größten Teil der Holzarbeiten erledigt inzwischen Rüdiger Ziesemann in seiner Manufaktur. Hot Wire Pickups werden von Bassculture hergestellt, und die Elektroniken kommen von John East, Noll und Glockenklang. Hipshot und Schaller liefern die Hardware, Bridge-Spezialanfertigungen macht ETS. Alle Drähte laufen auf der Blues Farm zusammen.

 

Die Philosophie von Hot-Wire Chef B.G. lautet: „Es geht nicht darum, sündteure Vitrinenstücke zu produzieren, diese Instrumente sollen in erster Linie gespielt werden! So bieten wir eine bezahlbare Basisversion an, die aus besten Klanghölzern und bewährter Hardware mit Hot Wire Tonabnehmern aufgebaut ist. Dieser Bass kommt zu einem moderaten Preis und bietet alles, was der anspruchsvolle Bassist braucht für einen guten Sound auf der Bühne und im Studio.“
 
Darüber hinaus kann der Kunde kreativ tätig werden: Er möchte eine Edelholzdecke? Klar, haben wir da! Er möchte einen durchgehenden Hals mit 24 Bünden? Aber sicher! Alles hochglanzlackiert? Machen wir! Eine Retro-Klangreglung muss rein? Aber mit dem grössten Vergnügen! 
 
Der Hot Wire W-Bucker geht zurück auf einen großartigen Bass aus England, der Motherbucker Pickup bietet zwei gestackte J-Humbucker nebeneinander und hat Soapbar-Abmessungen. Mit einem Minischalter lassen sich die Positionen umschalten. 
 
„Ja, so haben wir klassische Sixties-Jaco und Seventies-Miller Jazzbass-Sounds in einem Instrument, und einen besonders fetten Ton in der Mittelstellung, der Halsabnehmer bringt auf Verlangen auch den Prezi…
Mittlerweile haben wir schon alles Denkbare kreiert, aber es kommt immer mal wieder einer rein, der eine Idee zu einem Bass hat, den es so noch nicht gegeben hat… dann setzen wir uns zusammen und entwickeln etwas Neues.“
 
So entstand das Modell „Nefacio“: Dieser Bass für ein Mittelalter-Projekt 

Nefacio BassNefacio Bass

sollte aussehen, als wäre er 500 Jahre alt (!) …. Mit sandgestrahlter Esche, dunkel mehrfarbig gebeizt, hat das Hot Wire Team dann auch diese gewünschte Optik hingekriegt!

„Einige Modelle wie z. B. Inlaw, Double Pee oder Medium Scale sind durch Kunden-Input angeregt und dann von uns bis zur Produktreife ausgearbeitet worden. Wir produzieren nicht ins Blaue hinein sondern haben stets die Ohren hart an der Szene. Internationale Bestellungen werden per E-mail diskutiert und ausgeführt. Wir haben auch schon Bässe nach Australien, Hawaii und Fernost geliefert. Uns ist wichtig, dass jeder Kunde sich gut beraten fühlt und mit seinem Bass glücklich wird.“

 

Inlaw Striped BassInlaw Striped Bass

 

So entstand der Inlaw ursprünglich als 24-bündiges Edelteil mit durchgehendem Hals, atemberaubender Decke und allen möglichen Extras, er wird aber mittlerweile auch in abgespeckten Versionen hergestellt. Der Double Pee hat eine doppelte P-Retro Elektronik. Besonders schöne Edelhölzer verlangen nach ausgefuchsten Intarsienarbeiten, wie der gestreifte Inlaw und der Supertop Bass beweisen. 

 

 

„Nach Fotos aus dem Internet haben wir unsere Version kreiert und haben

Thunderbird Special BassThunderbird Special Bass

dabei auch auf verbesserte Ergonomie geachtet. Klingt absolut super, das Teil! Da haben wir mittlerweile einige Versionen gebaut, auch aktiv, mit Ahornkorpus, auch mit durchgehendem Hals… Nix für Weicheier, der hat nen Mahagonikorpus, der wiegt was, der Bass!“

Aber auch für weniger durchtrainierte hat Hot Wire den passenden Bass parat.

„Wenn uns einer erzählt, er hat Rückenschmerzen, kann keine breiten Hälse mehr spielen und träume trotzdem noch von einem tollen Basssound, dann können wir ihm helfen, bauen ihm einen „Hot Wire Lite“ Bass, mit einem schmalen Hals in mittlerer Mensur! Ich rede viel mit Musikern, spiele jeden Tag, und probiere alles aus, da kommt man schon auf Gedanken! Aber so ein Teil wie der Ramp Bass wäre mir nie in den Sinn gekommen…“

 

Ramp BassRamp Bass

Eine Ramp wird oft von Bass-Solisten gewünscht, für schnelles, präzises Spiel.

„Eine Ramp-Komplettlösung haben wir zusammen mit dem Kunden realisiert. In dieser Ramp ist ein MM-Type Pickup in der Bridgeposition integriert. In der Neck Position kommt ein P-Type Abnehmer zum Einsatz. Komplett aus Palisander gearbeitet und mit einem Bassclef aus Perlmutt verziert. Die Ramp ist in sich verstellbar, und der P-Pickup nochmal für sich.
Gekoppelt mit einer speziellen MM-Retro bringt dieser Bass alles an authetischen MM und P-Sounds was man sich so wünscht! Für Magnum Coltrane, dem Bassisten von Nils Landgren haben wir einen Dreisaiter im 

Ramp Bass DetailRamp Bass Detail

Tuning C-F-Bb konstruiert, und seinen DOD Envelope Follower direkt in den Bass eingebaut… Vom Fifty/Fifty Bass hab´ ich mal geträumt, und hab´s dann gleich umgesetzt… dank meinem starken Team, das solche Ideen adäquat und schnell realisieren kann.“

Fifty/Fifty bedeutet: der Korpus ist zu 50 Prozent aus Erle, zu 50 % aus Esche und bietet das beste beider Klangwelten. Erle hat den warmen, runden Ton, Esche bringt den Drahtsound und das explosive Attack.
 
 
 
Blond Blues BassBlond Blues Bass

Ein kleiner Blick zurück in die Vergangenheit ist der Blues Bass, eine semiakustische Bassgitarre, angelehnt an den Kay Bass der Fünfziger Jahre, mit einem Klang, der einem elektrisch verstärkten Kontrabass nahekommt. Von Meister Magnus konstruiert und von Joszi Lak gebaut, hat der Blues Bass eine Fichtendecke wie ein Kontrabass, massive Zargen und Boden aus Ahorn, einen schwebenden Steg aus Ebenholz und einen Singlecoil Tonabnehmer, den das Team zusammen mit Bassculture entwickelte für einen satten Ton zwischen Jazz und Blues und Sixties Rock, dabei aber ohne Störgeräusche.

 
„Auf Aufnahmen klingt das Teil ganz amtlich nach Kontrabass, ist aber einfacher bespielbar und leicht aufzunehmen… wir haben schon ein paar Studios damit bestückt.“ Als Blues-Fan spielt Bert diesen Bass jeden Tag. 
 
Eine echte Geheimwaffe ist die Retro-Klangreglung, die in viele Hot Wire Bässe eingebaut wird und auch separat verkauft wird. Bert endeckte sie vor über zehn Jahren in England und wusste sofort, das ist die ultimative Klangregelung für den Bass! 
 
„Der Hersteller John East und ich kamen auf Anhieb prima zusammen klar. John baut mir auch Spezial-Retros für besondere Anwendungen wie die Double Pee… Ich mache den Retro-Vertrieb für den deutschsprachigen Raum 

Double Pee BassDouble Pee Bass

und bin mittlerweile Experte im Einbau dieser Elektroniken. Bassisten schicken mir ihre Instrumente, und ich lege los. Da klappen regelmässig ein paar Kinnläden runter, wenn die ihre modifizierten Bässe ausprobieren!“

 
Bei all dem Elektronik-Gefummel hat er stets noch ein Herz für den Passiv-Sound. 
 
„Der Ton muss aus dem Holz kommen, da geht kein Weg dran vorbei!

 

Supertop 51 BassSupertop 51 Bass

Deshalb verwenden wir nur zertifizierte, ausgewählte und sorgfältig abgelagerte Klanghölzer. Um einen authentischen Ton zu erreichen, muß auf die Hölzer zurückgegriffen werden, die auch bei den Originalen der 50iger, 60iger und 70iger Jahre zur Anwendung kamen. Der Korpus formt den Ton, aber auch der Hals macht die Musik! Welche Musik, erfrage ich im persönlichen Gespräch. Denn durch die entsprechende Kombination der Hölzer erreichen wir die gewünschte Klangqualität. Für einen sich durchsetzenden, aber nicht aufdringlichen Slap- und Allround-Sound verwenden wir Sumpfesche für den Korpus, und Ahorn für den Hals, wahlweise mit einem Griffbrett aus Ahorn oder Vogelaugenahorn.

Für einen runden, tiefmittigen Sound, gut für tragende Rock-Grooves und Walking Lines empfiehlt sich die Kombination Erlekorpus mit Ahornhals/Palisandergriffbrett.

 

 

Bei den bundlosen Modellen bilden Erlekorpus und Ahornhals in Verbindung mit Palisander- oder Ebenholzgriffbrett den singenden Ton am besten heraus. Und durch die zusätzliche Verwendung einer 8 bis 10 mm starken Edelholzdecke auf dem Korpus kann der Sound noch etwas mehr verfeinert werden. Z.B. Walnuss für einen tollen Fretless Ton, oder Wölkchenahorn für einen brillanten Slap… Um klanglich noch flexibler zu sein, kann auch eine aktive Elektronik eingebaut werden.“

 

Spaltet Hanson BassSpaltet Hanson Bass

Da Hot Wire nicht mit vorgefertigten Teilen arbeitet, sind auch die Halsabmessungen variabel, was Kundenwünsche angeht. Dabei hilft auch, dass alle Mitarbeiter selbst Bass spielen und wissen, was das Spielgefühl eines 62iger Jazz Basses ausmacht oder wie ein 57iger Precision Hals sich anfühlt. Der perfekte Hals ist für jeden etwas anders geformt, aber das Hot Wire Team kann es umsetzen! Die Hälse werden grundsätzlich seidenmatt lackiert für ein ungebremstes Spielgefühl. So fühlt sich das auf Anhieb vertraut an. Auf Wunsch kann auch gewachst und geölt werden. Die Korpuslackierungen werden in Matt oder Hochglanz ausgeführt. Auch Nitrolackierungen und Custom Colors sind möglich. Candy Apple und Sonic Blue sind immer auf Lager, Farbwünsche wie Mercedes-Champagner-Gold oder Cherry-Cola-Red-Metallic werden speziell angemischt. 

Neben der Bass-Herstellung wird auch restauriert und umgebaut. Damit hatte Bert ja schon bei Mr. Bassman angefangen. „Pimp My Bass“ nennt er das heute.

„Es macht mir immer wieder Spaß, eine alte Gurke auseinander zunehmen und dann mit besseren Teilen zum Hammerbass aufzubauen… Viele haben ein geliebtes altes Teil seit Jahren an der Wand hängen. Mit besseren Tonabnehmern, einer neuen, effektiveren Elektronik, etwas Bundbearbeitung und einer guten Grundeinstellung kann das gute Stück wieder in Betrieb genommen werden!“

Manchmal kommt es jedoch anders.

Inlaw Headless XXL BassInlaw Headless XXL Bass

„Neulich wollte einer einen Achtziger-Jahre Headless mit Graphithals von uns restaurieren lassen… als er aber unseren Inlaw testete, hat er einen Inlaw Headless bestellt, mit XXL Mensur, und das Eighties-Schlachtschiff ging auf Ebay weg, da frag ich mich, was als nächstes kommt!“

 
Solange Bert Gerecht und seine Kunden noch Träume haben, werden bei Hot Wire die Ideen nicht ausgehen.
 
Ein Fretless Force Bass
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Ein Inlaw Burl Bass
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Vielleicht der Beste zum Schluß: der Inlaw NT (neck-through) Bass
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Weitere Informationen gibt es hier: Link

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