Im Test – Spitfire Audio Chamber Strings

2007 wurde Spitfire Audio während eines Chamber Strings Projekt gegründet. Nun erschien unter dem Motto „back to the roots“ die Chamber Strings Sample Software für den Kontakt Player 5.1, oder höher. Darin sind Violinen, Violas, Celli und Bässe enthalten. Aufgenommen wurden die über 72.600 Samples mit ausgesuchten Musikern in modernster 96Khz Technik in den Londoner Air Studios. Es ist die erste Spitfire Audio Software, die auch die Keyboards von Native Instruments unterstützt. Zudem wurde eine Hilfedatei in die GUI integriert.


Download und Installation:

Die in der Einleitung genannten Fakten lassen schon darauf schließen, das da einiges an Datenmenge zusammen gekommen ist. Der Download, welcher wie immer über den kostenlosen Spitfire Library Manager läuft, hat einen Umfang von 75,3 GB. Diese werden nach dem Download automatisch entpackt und haben dann einen Speicherplatzbedarf von knapp 81 GB. Damit die Dateien entpackt werden können, müssen mindestens 162 GB auf der Festplatte frei sein. Wie schon gesagt, wird auch der kostenlose Kontakt Player von Native Instruments in der Version 5.1, oder höher benötigt. Dieser muss natürlich schon vorher installiert sein. Die Chamber Strings sollten dann in das Verzeichnis mit den Kontakt Libraries installiert werden. Den Pfad kann man im Spitfire Library Manager einstellen.

Die Benutzeroberfläche:

chamber-1bIn die Benutzeroberfläche ist eine Hilfedatei integriert, die in Form von Popup Fenstern sichtbar wird. Diese lassen sich je nach Bedarf öffnen und schließen. Als Artikulationen stehen bei allen Instrumenten und bei Ensembles zur Verfügung: Legato, Long, Spiccato, Staccato, Pizzicato, Col Legno, Tremolo, Trill Minor 2th und Thrill Major 2th. Die Artikulationen können über den Notenbalken von links nach rechts, oder über die linken Tasten des Keyboards angewählt werden.

chamber-1aDie erweiterten Einstellungen werden durch einen Klick auf den Schraubenschlüssel sichtbar. Hier können die Mikrofone einzeln, oder zusammen abgemischt werden. Unter „No extra functionality“ können für die Round Robins weitere Einstellungen vorgenommen werden.

chamber-4Neben den Instrumenten stehen unter „Advanced“ Samples zu speziellen Spieltechniken zur Verfügung.

chamber-5Links eine Übersicht der „Other Patches“. Wird eine Datei aus den Advanced Samples geladen, lassen sich die „The Ostinatum“ genannten Einstellungen öffnen. Hier können eigene Patterns erstellt werden, die sich speichern lassen.

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Für einige der Advanced Samples stehen auch erweiterte Artikulationen zur Verfügung. Das sind oben vonlinks nach rechts: Long, Long CS, Long Harmonics, Long Flautando, Long Col Point, Long Sul Point, Long Sul Point (Dist), Long Sul Tasto, Long Sul G und Markato Attack. Unten von links nach rechts: Spiccato, Spiccato Feathered, Staccato, Staccato Dig, Short CS, Pizzicato, Pizzicato Bartok und Col Legno.

Klangbeispiele:

Als Klangbeispiele habe ich 2 Stücke von Leos Janacek ausgesucht. Es handelt sich um die Streichquartette „Kreuzer Sonate“ und „Intime Briefe“.

Fazit:

Mit den Chamber Strings hat das Team von Spitfire Audio eine absolut professionelle Streichersoftware vorgestellt. Der Klang ist überzeugend, die Artikulationen, sowie die Möglichkeit, eigene Patterns zu erstellen, lassen kaum Wünsche offen. Dabei ist die Bedienung recht einfach und die Benutzeroberfläche zeigt sich aufgeräumt und übersichtlich. Wenn es überhaupt etwas zu meckern gibt, dann sind dass die relativ langen Ladezeiten von meiner 2TB Festplatte, die mit 6 GB/s Durchsatz eigentlich recht schnell ist.  

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