Testbericht – PreSonus Studio One 5 Professional

Wie macht man eine der besten DAWs noch besser? PreSonus hat mit Studio One 5 eine Antwort gegeben und mehr als 60 Verbesserungen/Neuerungen eingebaut. Das betrifft die Professional Version, welche hier zum Test vorlag, aber auch in der Artist Version hat sich etwas getan. Viele Verbesserungen sind auf den ersten Blick gar nicht zu sehen, denn viele der FX Effekte wurden von Grund auf überarbeitet. Andere Dinge fallen direkt ins Auge.

Download und Installation:

Im PreSonus Benutzerkonto wird zunächst, unter „neues Produkt registrieren“, die Seriennummer eingegeben, welche man nach dem Kauf erhalten hat. Falls Studio One 5 nicht gleich in der Liste mit den Produkten auftaucht, kann man die Liste aktualisieren. Nun sollte die Installationsdatei für die neue Version sichtbar sein. Diese Datei wird herunter geladen und dann installiert. Ist das erledigt, kann mit der eigentlichen Installation begonnen werden. Hier werden 3 Arten der Installation vorgeschlagen, sofern noch keine Vorversion installiert ist: Minimale Installation, vorgeschlagene Installation und vollständige Installation. Wird letzteres ausgewählt und zusätzlich das kostenlose Melodyne Essentials dazu genommen, werden etwa 43,5 GB Speicherplatz benötigt.

Zu den Neuerungen:

DIE SHOW PAGE:

Auf der Startseite ist die Schaltfläche „Neue Show“ hinzu gekommen.

Bei Studio One gibt es verschiedene Möglichkeiten, das Material für eine Liveshow zusammen zu stellen.

Hier die Ansicht, wenn man sich für die Stems entschieden hat. Jedem Song können mehrere Stems zugeortnet werden. In der Mixerkonsole sind diese dann in der Lautstärke, sowie der Zuordnung von Effekten bearbeitbar. Auch das Tempo der einzelnen Songs kann individuell eingestellt werden. Die Reihenfolge der Songs lässt sich durch verschieben mit der Maus ändern.

SCORE ANSICHT:

Die Score Ansicht, mit der Notierung einer, oder mehrerer Spuren basiert auf der PreSonus Notation Software.

EFFEKTE:

Wie schon gesagt, sind viele Neuerungen bei den Effekten nicht sichtbar. Allen Effekten wurde allerdings ein neues Aussehen verpasst. Zudem wurde der Equalizer umbenannt. Er heißt jetzt Pro EQ2.

Hier die Ansicht des neuen Pro EQ2.

PLUGINS:

Bei den PlugIns sticht der Ampire heraus. Der Amp bietet eine Reihe von Bodentretern.

Die erweiterte Ansicht des Ampire.

Neu ist, dass die Bodentreter nun auch ohne das Ampire PlugIn verwendet werden können. Beispielsweise, wenn das Signal von einem „echten“ Amp kommt, oder um beispielsweise mit Synths neue Klänge zu erzeugen. Ich würde mir wünschen, dass man die Ansicht scalieren kann. um alle Bodentreter auf einen Blick zu sehen.

MELODYNE:

PreSonus war führend an der Entwicklung der ARA2 Schnittstelle beteiligt und kann deshalb Melodyne 5 Essintials zusammen mit Studio One 5 Professional zur Verfügung stellen.

SONSTIGES:

Studio One bietet nun 64 BIT Fließkomma Verarbeitung für WAV Aufnahmen und den Export.

Es gibt jetzt einen neuen AUX Kanal. Damit lassen sich auch externe Klangerzeuger einbinden.

Studio One kann nun zur Synchrinisation für MTC/MMC genutzt werden und zwar als Master, oder Slave. Das betrifft MIDI-Timecodes und MIDI Machine Control. Somit werden die Keyboards von Roli unterstützt, aber auch die Möglichkeiten des hauseigenen ATOM Kontrolers wurden dadurch erweitert. Damit das mit dem Kontroler funktioniert, sollte die letzte Version von PreSonus Universal Control und die letzte Firmware Version für ATOM installiert sein.

Die Arbeit mit mehreren Editoren wird jetzt unterstützt. Hierbei können mehrere Editoren nebeneinander auf einen zweiten Monitor gelegt und dort fixiert werden.

Soll eine Solo geschaltete Spur vorgehört werden, kann das jetzt, ohne auf den Master Kanal zurück zu greifen, getan werden.

Die neue Key Switch Funktion erlaubt es, bei VST Instrumenten über den beim Instrument vorhandenen „Key“, der meist im tiefen Bereich, außerhalb des Tonumfangs angesiedelt ist, die Artikulation zu ändern und zwar in einer einzigen Spur.

Der Clip Gain Envelope ermöglicht die Lautstärkekorrektur in einem Clip durch einfaches klicken mit der Maus innerhalb des Clips und ziehen einer Linie, welche den Pegel begrenzt. Hier wurden mehrere Punkte gesetzt, mit denen die Lautstärke bereichsweise korrigieren lässt.

Weitere Neuerungen gibt es auf der PreSonus Webseite zu entdecken.

Nicht neu, aber trotzdem interessant, ist die Verwaltung der Shortcuts (Tastaturbefehle), besonders für Umsteiger von anderen DAWs. Es werden die Shortcuts der bekanntesten DAWs unterstützt, damit der Workflow erhalten bleibt.

 

Gleichzeitig mit der neuen Studio One 5 Version, hat PreSonus die Sphere Software vorgestellt. Sphere bietet ein Mietmodell für Studio One Professinal und Notation. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, sich von Experten, bei auftretenden Problemen beraten zu lassen. Benutzer können sich auch untereinander austauschen. Und eine Cloud zum speichern von Songs und Projekten steht zur Verfügung. Sphere kann für 14,95 USD monatlich, oder 164,95 USD jährlich aboniert werden. Hier das Einführungsvideo:

Fazit:

Studio One hat sich in den letzten Jahren zu einer der führenden DAWs am Markt etabliert und PreSonus geht diesen Weg, mit der Version 5, kontinuierlich weiter. Über den Testzeitraum lief Studio One 5 reibungslos. Für mich ist Studio One Professional schon länger die erste Wahl, nicht nur was den Workflow und die Möglichkeiten von der Komposition, bis hin zum Mastering angeht. Auch preislich kann sich die Software sehen lassen, bedenkt man, das es möglich ist, sie auf maximal 5 Rechnern zu installieren. Wer als Einsteiger nicht gleich die Prefessional Version erwerben will, der ist auch zunächst mit der Artist Version, quasi als Einstieg, gut unterwegs. Ein Update auf Professional ist dann immer noch möglich. Absolute Empfehlung!

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