Testbericht – Symphonic Organ von Spitfire Audio

Mit der Symphonic Organ stellt Spitfire Audio, soweit mir bekannt ist, die zweite Orgel Software vor. Diesmal handelt es sich um eine Orgel, die auch in einer Kathedrale für einen reichen Klang sorgen würde, mit ihren mehr als 7000 Pfeifen. Statt dessen befindet sich das Instrument in der Kapelle einer Rugby Schule. Nun können wir diese Orgel also auch auf dem Rechner nutzen.

Download und Installation:

Der Download hat eine Größe von 22.62 GB. Um die Software auf den Rechner zu bekommen, muss vorher der Spitfire Audio eigene Downloadmanager installiert werden. Dieser bewerkstelligt nicht nur den Download, sondern entpackt die Software auch gleich in den angegebenen Pfad. Damit die Symphonic Organ Software benutzt werden kann, ist der kostenlose Kontakt Player Voraussetzung. Nachdem die Software auf dem Rechner ist, muss diese noch in Native Access, mit der mitgelieferten Seriennummer registriert werden.

Die Benutzeroberfläche:

Wie bei vielen anderen Produkten von Spitfire Audio, teilt sich die Benutzeroberfläche in zwei Bereiche auf.

Nachdem die Software geladen ist, erscheint die Benutzeroberfläche mit den Schnelleinstellungen. Konkret kann man hier die Mikrofonierung näher, mittig, oder entfernter einstellen. Zudem finden sich einige Schieberegler für die beschriebenen Funktionen. Unten angeordnet sind die Register. Hier stehen 16 Stück zur Verfügung und die Auswahl erfolgt durch klicken auf die jeweilige Zahl. Im „Advanced“ Ordner kann die Pedalerie der Orgel einzeln ausgewählt werden. Dort stehen 17 Register zur Auswahl.

Hier die Benutzeroberfläche mit den erweiterten Einstellungen. Besonders hervorzuheben ist hier die ganz linke Mikrofon. Hier wurde das Mikro, oder die Mikros, im Orgelkasten positioniert, was ich bisher von keiner anderen Orgel Software kenne. Ansonsten kann man hier verschiedene Mikros zusammenschalten und in ihrer Intensität regeln. So hat man eine gute Kontrolle über den Raumklang,  von intim, bis raumfüllend. Die anderen Regler erklären sich von selbst.

Klangbeispiele:

Ich habe einmal ein Orgelwerk von Bach ausgesucht und ein anderes Stück, bei dem ich vier, acht und sechszehn Register eingestellt habe, um die Klangunterschiede zu verdeutlichen.

Beispiel mit 16 Registern

Beispiel mit 8 Registern

Beispiel mit 4 Registern

Bach

Fazit:

Mit der Symphonic Organ Software bietet Spitfire Audio ein Instrument an, welches sich entweder lieblich sanft, mitbestimmend, oder auch kräftig dominierend in eine Komposition einfügt, ja nach dem welche Stimmung ausgedrückt werden soll. Überraschend ist sicherlich die Mikrofonpositionierung im Orgelkasten, die mir bisher noch nicht unter gekommen ist. Auf jeden Fall ist die Software eine Bereicherung im Instrumentenarsenal eines jeden Komponisten. Und natürlich kann die Symphonic Organ nicht nur für symphonische Werke, sondern auch für andere Musikrichtungen eingesetzt werden. Sie bringt ihren eigenen Klang mit und hebt sich so von anderen Orgeln ab. Die Benutzeroberfläche bietet dazu eine einfache Bedienung, sodas man direkt loslegen kann.

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